Florian Pircher schreibt auf BlogFill.de über das Leben mit Computern. Besonderes Beachtung erfahren Themen aus der Informatik, die seiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdienen. RSS, Twitter Feed, BlogFill.de auf GitHub.

Project Jupyter

Um meine Mitschrift an der Uni anzufertigen nutze ich Mathematica, eine ungeheuer mächtige Software. Das ›Notebook‹-Feature erlaubt es mir, während einer Vorlesung Text, mathematische Formeln und Programmcode zu schreiben; damit sind alle Kurse eines Informatik-Studiums abgedeckt. Einen Hacken hat die Sache aber: Mathematica ist eine ungeheuer teure Software. Als Student wird mir eine kostenfreie Student-Edition – Personal Use Only von der Universität bereitgestellt.

Das entspricht aber nicht meiner Vorliebe offenen Dateiformaten. Zwar lassen sich Notebook-Dateien theoretisch in jedem herkömmlichen Texteditor öffnen und bearbeiten, jedoch will ich das niemanden zumuten. Erst recht nicht Zukunft-mir. Trotz all dem verwende ich Mathematica für die schnelle Eingabe von Formeln, mit welcher LaTeX1 oder vergleichbares nicht mithalten können.

Heute bin ich über Project Jupyter gestolpert.

The Jupyter Notebook is a web application that allows you to create and share documents that contain live code, equations, visualizations and explanatory text.

The Notebook has support for over 40 programming languages, including those popular in Data Science such as Python, R, Julia and Scala.

Notebooks can be shared with others using email, Dropbox, GitHub and the Jupyter Notebook Viewer.

Sieht auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus. Die Umsetzung ist spürbar an Mathematica angelehnt, zielt aber stark auf die Open-Source-Community ab. Als Aushängeschild dient das LIGO Open Science Center, welches Jupyter Notebooks, wie beispielsweise LIGO Gravitational Wave Data in iPython, als Publikationsmedium einsetzt. Beispiele in verschiedenen Programmiersprachen lassen sich auf der Jupyter Demoseite finden.

Persönlich werde ich das Projekt zunächst nur im Auge behalten; der Umstieg ist mir aktuell zu mühselig und der Nutzen noch zu unbekannt.

Fußnoten & Quellen
  1. Des Weiteren kann ich in Mathematica direkt Code ausführen – während ich mitschreibe! Solche Funktionen schießen LaTeX als Mitschrift in einem Informatik-Studium für mich bisher aus.

Perfekt

Das Blatt war perfekt. Es war weiß wie Schnee und glatt wie ein ruhiger Teich. Die Farben waren unaufgeregt; ein kleinlicher Kritiker hätte sie als wohl als blass abgetan; ich empfand jedoch, gerade dies würde dem Dokument eine gewisse Seriosität verleihen. Die Zeit, in der ich 2003 Word-Art-Effekte als cool beschrieben hatte, war lange passé.

Software-Agenten im Internet

Menschen sind schon lange nicht mehr die alleinigen Nutzer des Internets. Beinahe 50 % aller Webseiten-Aufrufe werden von autonomer Software getätigt. Diese auch als Bots bezeichneten Softwares agieren in den Schatten des Netzes. Unbemerkt indexieren sie Webseiten, verbreiten Spam, legen gefälscht Profile an, oder versuchen in Datenbanken einzubrechen.

Easing-Funktionen

Das Animieren von Objekten auf einem Bildschirm gehört zu den Standardwerkzeugen eines Font-End-Entwicklers. Sei es das Öffnen eines Menüs, das Minimieren eines Fensters oder das Einblenden einer Bildschirmtastatur; wir sehen diese Animationen hunderte Male über den Verlauf eines Tages. Easing-Funktionen helfen bei der Gestaltung von Animationen. Sie kontrollieren die Beschleunigung der Animation und können diese somit sanft, schwungvoll oder gar verspielt wirken lassen.